Frau K kann euch heute mal wieder was aus dem typografischen Bereich berichten. Kürzlich haben sich die Studenten aus der Großen Praxis Typografie mit dem Layouten in einer sagen wir mal “antiquierten” Methode beschäftigt. Im Bleisatz haben sie ihre eigenen Visitenkarten gestaltet und gesetzt. Mal eben alles markieren und die Schriftart, den Schriftschnitt oder den Schriftgrad ändern ist hier nicht ohne weiteres möglich, weswegen alles gut im voraus geplant sein sollte. Doch auch bei noch so guter Planung kann sich hin und wieder ein sogenannter “Fisch”, also beispielsweise eine falsche Schriftart oder Schriftgröße einschleichen. Diese gilt es dann nach einem Probedruck mit Fingerspitzengefühl rauszufischen und auszutauschen. Man arbeitet sich beim Setzen so Zeichen für Zeichen und Zeile für Zeile durch und muss dann darauf achten, dass man sein Format lückenlos bis auf den letzten halben Punkt mit Blindmaterial auffüllt. Der entstandene Block wird nun fest zusammen gebunden. Die Studenten einigten sich am für den Druck ihrer Karten für ein kräftiges rot. Gedruckt und ausgecuttert konnten sich die Ergebnisse sehen lassen.

Sicher, dies digital zu machen geht natürlich um einiges schneller –  doch es erlaubt bei Weitem nicht eine derart intensive Auseinandersetzung mit dem Setzen von Texten und auch das einbeziehen von Weißräumen gerät hier weitaus mehr ins Bewusstsein. Die Studenten schätzen diese Erfahrung und hatten auch eine Menge Spaß dabei.

Frau K kann zum Schluss allen Schriftbegeisterten der HBK nur dazu ermutigen, die Setzwerkstatt vielleicht doch auch einmal selbst aufzusuchen und keine Angst bei Fragen steht euch die Wertkstattleiterin mit fachkundigem Rat zur Seite.

Also Achtung, Fertig – Losgesetzt

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