Identität in Zeiten der Digitalisierung

Während sich der klassische Begriff von Iden­tität über äußerliche Merkmale definiert, also Name, Geburtsdatum, Wohnort, Unterschrift und unveränderliche biometrische Kennzeichen wie Augenfarbe und Fingerabdrücke, ist Iden­tität im Internet dynamischer und prozesshafter. Sie ergibt sich zunächst aus den digitalen Spu­ren, die wir hinterlassen: Kommunikationsspu­ren, Ortsangaben, Konsumnachweise etc. Sie ergibt sich aber auch aus der Art und Weise, wie wir uns selbst inszenieren, beispielsweise in Social Media. Es ist interessant, wie viele Möglichkeiten der Identitätsbildung es durch die Digitalisierung gibt. Reale und digitale Identitäten machen es schwer, zwischen Sein und Schein zu unterscheiden. Um erfolgreich zu sein, gilt es, eine starke Identität zu entwickeln und diese gekonnt nach außen zu präsentieren.
Mit diesem Projekt aus der Großen Praxis Grafik Design werden Aussagen wie diese oder Argumente wie zum Beispiel „Im Internet sei kein Platz mehr für wechselnde Identitäten, für menschliche Schwäche, für Individualität und Eigensinn“ kritisch-ironisch betrachtet oder auch teilweise unterstrichen.
Die Motive beziehen sich auf Social Media Plattformen wie Instagram und kritisieren
bzw. greifen das Geschehen auf dieser auf.

Entstanden ist ein Instagramaccount: @seihip_ziehmit

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