Frau K hat heute mal was für alle Typografiebegeisterten und für die, die es vielleicht noch werden wollen. Im Sommersemester 2018 hat sich eine Studentin mal ganz anders mit dem setzen von Text befasst und die Geschichte von “Max und Moritz” von Wilhelm Busch fast auschließlich mit Schrift neu gestaltet. Lediglich wenige einfach Formen wie Rechtecke, Kreise oder Linien und die Verwendung von Farben dienten dabei zur gestalterischen Unterstützung. Deswegen war es umso wichtiger herauszufinden WIE Texte zu setzen sind damit entweder ein leises oder lautes Geräusch, eine kleine Bewegung oder totales Chaos entsteht.
Also hier mal ein paar Tipps wenn ihr in einem Text Bewegung schaffen wollt;
spielt mit Schriftgrößen, Laufweiten, Platzierungen und Drehungen. Dabei hat jede Stellschraube die man hierbei dreht ihre ganz eigene Auswirkung und die Kombination von mehreren schafft nochmal weitere Möglichkeiten.
Allein die Platzierung kann beispielsweise eine einfache Vorwärtsbewegung schaffen. Unterschiedliche Schriftgrade können entgegenkommen oder ein weggehen suggerieren. Unterschiedliche Laufweiten können entweder etwas auseinanderziehen oder zusammenstauchen. Kombiniert man alles und arbeitet dann noch zusätzlich mit unterschiedlichen Schriftschnitten entsteht ein absolutes Chaos. Schrift die am Buchrand in den Anschnitt gesetzt werden schaffen eine Bewegung, welche über das Medium hinaus geht. Bei manchen Textpassagen war zudem das arbeiten über mehrere Seiten sehr hilfreich, um einzelne Wörter mehr zu betonen und auch um eine gewisse Spannung zu schaffen. Verschiedene Schriftgrößen und Schriftschnitte können leise oder laut wirken. Wobei natürlich gilt je größer und fetter umso lauter. Weiter kann man auch gestalterisch mit Text umgehen, wenn man die Buchstaben auch als Grafik versteht, wie hier beispielsweise beim letzten Streich, in dem das kleine o als Korn verwendet wurde.
Also falls ihr Ähnliches vorhaben solltet, experimentiert viel und übertreibt dabei auch mal ordentlich.

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