Im letzten Wintersemester befasste sich Lisa Blädtke mit dem Versuch, die Typografie der 1920er Jahre in die heutige Zeit zu übersetzen. Die Arbeit reicht dabei vom Bauhaus über die De Stijl-Bewegung bis hin zur Futura.

Aufgrund der Venedig Exkursion war das Semester sehr viel der Geschichte von Typografie gewidmet. Dies legte den Grundstein dieser Arbeit.
Da das Thema der Geschichte konstruierter Schriften ein Semesterprojekt sprengen würde, entstanden kurze Infotexte verpackt in Flyern mit Postern auf der Rückseite. Die Texte thematisieren den Stil der einzelnen Bewegungen und der Fonts. Ähnlich auch die Poster. Hier wurden typische Merkmale der jeweiligen Zeit aufgegriffen und versucht, sie in die heutige Zeit zu übersetzen. Ein unterstützender Faktor dieser Modernisierung ist der Druck. Wichtige Motive, Grafiken, Worte etc. wurden zunächst mit dem Risographen gedruckt und anschließend die Typografie mit dem Laserdrucker drüber gesetzt. Diese Herausforderung stellt eine Kombination der damaligen analogen Satztechnik und der heutigen digitalen dar. Zwar ist der Risograph alles andere als analog und es wurde in den 20er Jahren auch nicht mit diesem gedruckt, das Gefühl beim Drucken ist aber sehr viel analoger als mit dem Laserdrucker. Der Vorgang des Druckens ist dabei sehr interessant, denn man kann nicht ahnen, was am Ende zu sehen sein wird. Es gibt Verschiebungen, die immer wieder manuell am Risographen ausgebessert werden müssen.

Zu den Postern ist zusätzlich zu sagen, dass es zunächst kompliziert war, konkrete Rahmenbedingungen der Gestaltung festzulegen. Um dem etwas aus dem Wege zu gehen und sich Hilfe zu verschaffen wurde Lisa quasi zum Versuchskaninchen des im selben Semester entstandenen Spiels »Regelbrecher« von Selina Künneke.

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