Mehre Millionen Deutsche gehen pro Tag in Fast-Food-Restaurants. Und das, obwohl man an jeder Ecke hört, wie minderwertig die verwendeten Lebensmittel doch seien, wie schlecht auch die Hygienestandards, und wie ungesund das Essen.

Was sind das eigentlich für Leute, die sich den kulinarischen Abfall der Fast-Food-Industrie einverleiben? Dieser Frage ist Gideon Hoja nachgegangen; als einer, der sich selbst ziemlich oft Burger genehmigt, und nicht selten auch in einem dieser Etablissements. Hin- und hergerissen zwischen Lust und Vernunft erstellte er ein illustratorisches Heft, was niemanden in eine Ecke stellt, sondern den fließenden Verlauf dazwischen zeigt. Aus nur einer einzigen Zeichnung, die etliche Male größer und kleiner fotokopiert und immer wieder neu zusammengeklebt wurde, entstand so das sechzigköpfige Fratzenkabinett »Mettamorphosen«. Es nimmt sich nicht zu ernst, sondern möchte viel lieber seinen plumpen Charme nutzen, um den Betrachter in andere mögliche Blickweisen zu diesem kontroversen Thema zu entführen.

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