Etwa 80 Studierende und Lehrende der Studiengänge Visuellen Kommunikation / Kommunikationsdesign, Design in der Digitalen Gesellschaft und Medienwissenschaften fuhren nach Venedig, um die diesjährige Biennale mit dem Titel »Viva Arte Viva« zu besuchen. Fast der gesamte Studiengang Visuelle Kommunikation war vertreten. Nachdem wir am ersten Tag, Montag, in unserer Unterkunft, dem A und O Hostel in Mestre untergekommen waren, fuhren wir am nächsten Tag zur Biennale.

Auch die Studierenden der Grundklasse, die vor drei Wochen mit ihrem Studium begonnen haben, waren dabei. Sie bekamen für die sechs Tage in Venedig die Aufgabe, ein Sketchbook zu füllen und so ihre Eindrücke und Erfahrungen festzuhalten. Die Studierenden der Visuellen Kommunikation im höheren Semester waren auf ihre jeweiligen Großen Praxen aufgeteilt und hatten für die Woche Venedig unterschiedliche Aufgaben bekommen.

In der Typografie war es Aufgabe, eine typografische Sammlung über Venedig anzufertigen. Also alles, was einem an Typografie in die Finger kam, abzufotografieren oder mitzunehmen. Im Seminar nach Venedig wird das vorhandene Material dann ausgewertet und zu einer Sammlung in Form eines kleinen Heftes oder Plakats verarbeitet werden. Zusätzlich sollte ein kleiner, privater Biennale Katalog erstellt werden. Also ein Heft, in dem die Arbeiten, die einem am besten gefallen haben, gesammelt sind.

Die Studierenden der Großen Praxis Fotografie hatten als Thema Storytelling. So nutzen sie die Zeit in Venedig, um Fotos zu machen unter anderem von Personen bei der Arbeit, von welchen, die Kunst betrachten oder in den vielen kleinen Gassen unterwegs waren. So soll eine sequenzielle Arbeit entstehen.

Die Aufgabe der Studierenden, die die Große Praxis Illustration belegt hatten, war einfach – oder eben auch nicht. Sie sollten ein Skizzenbuch mit Eindrücken über die Exkursion komplett füllen. So trafen sie sich oft in der Stadt, um zusammen zu zeichnen. Nach der sechstägigen Exkursion hatten die meisten Studierenden immerhin circa ein Drittel des Skizzenbuches gefüllt. In den Skizzenbüchern finden sich Zeichnungen über den Fischmarkt in Venedig, der bekannt ist für seine große Auswahl verschiedener Fischsorten. Dort konnte man auch riesige Schwertfische zu Gesicht bekommen. Auch traf sich der Illustrationskurs von Ute Helmboldt auf der Aussichtsplattform eines Kaufhauses nahe der Rialtobrücke. Dort hatte man eine wunderbare Sicht über die gesamte Stadt und eine gute Gelegenheit zu zeichnen.

Die Studierenden von Design in der Digitalen Gesellschaft nutzten die Zeit in Venedig auf ihre Art. So besuchten sie unter anderem ein Glasmuseum in Venedig. Die Insel Murano, die vor Venedig liegt, ist vor allem für die Glaskunst bekannt. Deshalb war Venedig eine gute Möglichkeit, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Professoren freuten sich sehr, dass es ihnen gelungen ist, fast den gesamten Studiengang Visuelle Kommunikation zusammenzubringen und schmiedeten bereits insgeheim Pläne, die Exkursion alle zwei Jahre zu wiederholen.

Die Biennale war sehr interessant und es gab viel zu sehen. Es war schwer, am Ende des Tages zu sagen, was einem am besten gefallen hat. Man kann nur sagen, dass alle Beteiligten die Woche in Venedig wirklich sehr genossen haben und die Studierenden nun mit den gesehenen Arbeiten im Hinterkopf und einem Lächeln auf den Lippen bei dem Gedanken an die Kanäle, Brücken und Gassen von Venedig in das neue Semester starten können.

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