In der großen Praxis Illustration lautete der Arbeitstitel von Julia Reichert »ISLAND – Eine stimmungsvolle Reise«.

Durch ihren Urlaub in Island, hat sie sich in das Land verliebt. »Island fasziniert mich sehr und die Besonderheiten aus dem doch so unscheinbaren Land wollte ich als Geschichte in einem Buch zusammenfassen.«

Die Eindrücke, die sie gewonnen hatte, hat sie durch verschiedene Farben, Techniken und Papiere festgehalten. Daraus hat sich eine vielseitige und stimmungsvolle Reise durch Island entwickelt.

Zunächst hatte die Studentin Julia die Idee, eine Geschichte zu entwickeln. Die Geschichte handelte von einem Mädchen, welches in Island aufgewachsen ist. Zu ihrem achtzehnten Geburtstag sollte sie einen Brief von ihrer verstorbenen Oma bekommen, die sie auf eine besondere Reise durch Island schickt. Das Mädchen lernt so im Laufe der Geschichte, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen, die sie heutzutage nicht so oft wahrnimmt, da sie mit anderen Dingen beschäftigt ist. Sie beginnt, das Land mit anderen Augen zu sehen und entdeckt viele kleine verwinkelte Ecken, die sie glücklich machen. Ihre Oma wollte sie auf eine Art Schatzsuche schicken, um weitere Briefe zu finden, die sie dann zu den nächsten Briefen führen.

Im Laufe des Semesters hat sich das Projekt etwas geändert. Die Geschichte ist zweitrangig geworden. »Ich brauchte meinen Freiraum beim Zeichnen und konnte mich nicht mehr an mein Storyboard und den Text binden, um mich auszuprobieren und frei und experimentell zu arbeiten.«

Nach den vielen Gedanken und der Recherche fing Julia an, mit Farben und Wasser zu experimentieren. Die Umsetzung erfolgte von Woche zu Woche mit weiteren Aufgabenstellungen. Es kamen mehrere Bilder und Materialarbeiten zusammen. Darauffolgend hat sie verschiedene Stempeltechniken ausprobiert, wie zum Beispiel mit Kartoffel, Kohl und Lauch. Nachdem einige Werke fertiggestellt waren, arbeitete sie mit Linolschnitten. »Ich habe mit speziellem Werkzeug mehrere Motive in einem Negativmuster in eine Linoleumplatte geschnitten. Nach einigen Versuchen gelang mir das Schnitzen immer besser und die Ausübung begann, mir Spaß zu machen.«

Am Ende des Semesters hat Julia all ihre Zeichnungen und Materialarbeiten eingescannt, ausgeschnitten, gerissen und wieder zusammengesetzt in verschiedenen Kombinationen. Daraus entstand eine große Sammlung aus vielen zusammengestellten Bildern, die einen Einblick in das Land und seine Besonderheiten gibt.

Zu dem Buch hinzu ist ein kleines, freies, selbstgeschriebenes Gedicht entstanden, welches einen zusätzlichen Einblick beim Blättern in der Geschichte gibt.

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